Favoritensieg beim 28. Kaltenkirchener Stadtlauf

Die Stadtlauf-Gewinner und neue n Landesmeister über zehn Kilometer auf der Straße: Anna Gehring (SC Itzehoe) und Steffen Uliczka (TSV Kronshagen/Kieler TB) | Foto: Anne PamperinSteffen Uliczka triumphiert in 31:27 Minuten über zehn Kilometer – bei den Frauen zeigt Anna Gehring ihren Konkurrentinnen die Hacken.

Die Kaltenkirchener Turnerschaft richtete ihren Stadtlauf schon zum 28. Mal aus – aber selten zuvor war das Starterfeld qualitativ so hochwertig besetzt wie 2017. Der Schleswig-Holsteinische Leichtathletikverband hatte der KT den Zuschlag für die Ausrichtung der Straßenlauf-Landesmeisterschaft über zehn Kilometer (Altersklassen U18 und älter) und über fünf Kilometer (M/W14 und 15) erteilt.


2116 Walker und Läufer meldeten sich für die Wettbewerbe über 400 Meter (Bambinis), 1,5 Kilometer (Grundschulen) sowie fünf und zehn Kilometer an. Die Rekordmarke von 2007 mit 2300 Nennungen wurde damit knapp verpasst.

Inmitten der vielen Breitensportler und Hobbyläufer befand sich aucg die gebürtige Segebergerin Maya Rehberg (23, TSV Kronshagen/Kieler TB), die im vergangenen Jahr bei den Olympischen Sommerspielen in Rio de Janeiro über 3000 Meter Hindernis startete. Neben ihr stand Steffen Uliczka (32), der bei Olympia 2012 in London ebenfalls im Hinderniswettbewerb für Deutschland antrat, sich aber mittlerweile auf den Marathon konzentriert.

Mit dabei war außerdem die Vize-Europameisterin der Juniorinnen U23 im Crosslauf, Anna Gehring vom SC Itzehoe. "Ich bin eigentlich aus Versehen hier. Als mich mein Trainer André Beltz vor einiger Zeit fragte, ob ich in Kaltenkirchen mitmachen will, wusste ich nicht, dass die Veranstaltung nur zwei Tage nach dem Läufermeeting in Berlin stattfindet", sagte sie. Dort hatte die 20-Jährige, die im Herbst ein Medizinstudium beginnen will, für die 5000 Meter gemeldet und schaffte in 15:52 Minuten die Qualifikation für die U23-EM im Juli in Bydgoszcz (Polen).

Von müden Beinen war bei Anna Gehring nichts zu merken. Sie setzte sich beim Stadtlauf in 33:47 Minuten gegen die komplette weibliche Konkurrenz durch. Maya Rehberg ("Ich bin mit acht Jahren zum ersten Mal in Kaltenkirchen gelaufen, damals über fünf Kilometer") belegte in 34:36 Minuten Platz zwei und war ebenfalls zufrieden.

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In der Männerkonkurrenz setzte sich der favorisierte Steffen Uliczka in 31:27 Minuten durch. Am dichtesten auf dem Fersen waren ihm sein Vereinskamerad Simon Bäcker (31:39) und Vorjahressieger Pascal Dethlefs (LG Flensburg). "Der Sieg und damit auch der Landesmeistertitel sind mir schon sehr wichtig. Ich bin momentan noch nicht so richtig in Form, deswegen war es umso wichtiger, hier gut zu laufen. Es hat sehr viel Spaß gemacht. Die Stimmung in Kaltenkirchen ist toll, die Zuschauer sind klasse." Im Herbst will Uliczka beim Marathon in Frankfurt seine persönliche Bestzeit von 2:15 Stunden verbessern.

Die schnellsten Fünf-Kilometer-Läufer waren der Segeberger Lars Moeller (SC Rönnau 74), der nach 16:09 Minuten mit großem Vorsprung als Erster ins Ziel am Rathaus kam, und die 13 Jahre alte Leann Naima Dietzel (SV Fried­richsgabe/18:38), die sich 2016 noch mit Platz zwei begnügen musste.

Während die Spitzensportler um jede Sekunde fighteten, freuten sich die vielen Hobbyjogger, einfach nur ins Ziel zu kommen. So auch Marianne Hähn, die sich zusammen mit acht weiteren Anfängern unter der Regie von Claudia Erdmann und Uli Niehuß acht Wochen lang vorbereitet hatte und am Ende glücklich und stolz war, die Fünf-Kilometer-Distanz geschafft zu haben. Mit ihrer Zeit von 38 Minuten war die
70-Jährige dabei sogar schneller als manch anderer junger Hüpfer.

"Wir hatten rund 100 Helfer, mit denen wir in diesem Jahr richtig gut zusammengearbeitet haben. Alles hat prima geklappt", sagte der zufriedene Organisationsleiter Horst Zawada nach dem letzten Lauf. Ein dickes Lob gab's zudem vom Schleswig-Holsteinischen Leichtathletikverband.

Quelle: Hamburger Abendblatt vom 02.05.2017
Autor: Anne Pamperin

Ergebnisse:
Fünf KilometerGesamt, männlich: Lars Moeller (SC Rönnau 74) 16:09 Minuten; Männer: Lars Moeller 16:09; U20: Tesfaldet Robel (Osterhof) 18:30; U18: Mehari Huluf (Osterhof) 18:01; M15: Simon Pszolla (Klausdorf) 17:30; M14: Tristan Becker (Klausdorf) 18:08; M13: Patrick Hintze (Hingstheide) 18:58; M12: Cedric Richter (SCR) 19:25; M11: Jakob Pszolla (Klausdorf) 21:13; M10: Ben Breustedt (SCR) 21:08; M9: Jaron Kollmeier (MTV Lübeck) 21:01.
Gesamt, weiblich: Leann Naima Dietzel (SV Friedrichsgabe) 18:38.; Frauen: Iris Koch (Hingstheide) 20:55; U20: Nicole Scheck (Gewinner mit Stil) 25:32; U18: Sarah Dohse (Kiel) 20:03; W15: Mia Böthern (Itzehoe) 19:27; W14: Leann Naima Dietzel (SVF) 18:38; W13: Larissa Claus (Kaltenkirchen) 26:10; W12: Lilli Kollmeier (MTV Lübeck) 21:20; W11: Merle Johanna Claus (Kaltenkirchen) 26:20; W10: Awarun Lütjens (SCR) 22:46.

Zehn KilometerGesamt, männlich: Steffen Uliczka (TSV Kronshagen/Kieler TB) 31:27; Männer: Simon Bäcker (TSV Kronshagen/Kieler TB) 31:39; U18: Tarje Mohrdieck (Itzehoe) 34:40; U20: Tade Krohn (Hattestedt) 34:38; M30: Steffen Uliczka 31:27; M35: Martin Rohde (Lübecker SV) 35:53; M40: Henning Liß (TSV Kronshagen/Kieler TB) 34:27; M45: Viktor Kirsch (Hingstheide) 33:28; M50: Michael Wittig (Boren) 35:03; M55: Udo Naß (Neumünster) 38:06; M60: Peter Massny (Neustadt) 39:50; M65: Fred Stahl (Neumünster) 41:57; M70: Rainer Graessner (Flensburg) 47:23; M75: Fokke Kramer (Bosau) 47:38; M80: Walter Radlof (BSG Commerzbank) 1:06,02 Stunden.
Gesamt, weiblich: Anna Gehring (Itzehoe) 33:47; Frauen: Anna Gehring 33:47; U18: Paulina Kayßer (SC Itzehoe) 36:47; U20: Mareile Schlotfeldt (LBV Phönix Lübeck) 42:45; W30: Sandra Kühn (Möllner SV) 44:23; W35: Marlen Franzki (ohne Verein) 50:36; W40: Karen Paysen (Langenhorn) 38:35 ; W45: Simone Braun (Klausdorf) 39:45; W50: Ute Krause (Itzehoe) 43:09; W55: Birgit Goos (Boren) 46:40; W60: Margit Bartsch (Büdelsdorf) 48:20; W65: Elke Thomsen (Schleswig) 50:54; W70: Hannelore Klaus (Boren) 55:09; W75: Annette Hinz (Altenholz) 1:02,07 StundenWalkingThomas Schmahl (AKN Eisenbahn AG) 35:06 und Jil Lilly Asmus (Kaltenkirchener Turnerschaft) 35:28.

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